Vitamin B6 (Pyridoxin)

Was ist Vitamin B6?

Vitamin B6, auch Pyridoxin genannt, gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist ein essenzieller Mikronährstoff. Der Begriff Vitamin B6 umfasst mehrere miteinander verwandte Verbindungen, die im Körper in ihre biologisch aktive Form umgewandelt werden. Da der Körper Vitamin B6 nicht selbst herstellen kann und nur begrenzt speichert, muss es regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin B6 ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt insbesondere eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel. Darüber hinaus unterstützt es das Nervensystem, das Immunsystem und die Bildung roter Blutkörperchen.

Besonders gute Quellen für Vitamin B6 sind Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Bananen. Eine abwechslungsreiche Ernährung reicht in der Regel aus, um den täglichen Bedarf zu decken.


Welche Aufgaben übernimmt Vitamin B6?

Vitamin B6 ist an mehr als 100 enzymatischen Reaktionen beteiligt und übernimmt wichtige Aufgaben im Stoffwechsel. Es trägt unter anderem zur normalen Funktion des Nervensystems und des Immunsystems bei.

Zu den wichtigsten Aufgaben von Vitamin B6 gehören:

• Beitrag zu einem normalen Eiweiß- und Glycogenstoffwechsel
• Unterstützung einer normalen Cystein-Synthese
• Beitrag zu einem normalen Energiestoffwechsel
• Unterstützung der normalen Funktion des Nervensystems
• Beitrag zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel
• Unterstützung eines normalen Eiweiß- und Glycogenstoffwechsels
• Beitrag zu einer normalen psychischen Funktion
• Unterstützung der normalen Bildung roter Blutkörperchen
• Beitrag zur normalen Funktion des Immunsystems
• Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
• Regulierung der Hormontätigkeit


Natürliche Quellen

Vitamin B6 kommt in zahlreichen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind Fleisch, Fisch und Vollkornprodukte. Auch Kartoffeln, Hülsenfrüchte und verschiedene Obstsorten tragen zur Versorgung bei.

Zu den wichtigsten Vitamin-B6-Quellen zählen:

• Geflügel
• Schweinefleisch
• Lachs
• Thunfisch
• Kartoffeln
• Vollkornprodukte
• Haferflocken
• Hülsenfrüchte
• Walnüsse
• Sonnenblumenkerne
• Bananen


Wie hoch ist der tägliche Bedarf?

Der tägliche Bedarf an Vitamin B6 hängt unter anderem von Alter und Geschlecht ab. Da Vitamin B6 regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) folgende Zufuhr:

Personengruppe

Empfohlene Zufuhr pro Tag

Säuglinge (0 bis unter 4 Monate)

0,1 mg *

Säuglinge (4 bis unter 12 Monate)

0,3 mg

Kinder (1 bis unter 4 Jahre)

0,6 mg

Kinder (4 bis unter 7 Jahre)

0,7 mg

Kinder (7 bis unter 10 Jahre)

1,0 mg

Kinder (10 bis unter 13 Jahre)

1,2 mg

Jugendliche

1,2–1,5 mg

Erwachsene

1,4 mg (Frauen)
1,6 mg (Männer) |

Schwangere

1,5–1,8 mg

Stillende

1,6 mg

*Schätzwert.


Symptome eines Vitamin-B6-Mangels

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 ist für alle Menschen wichtig. Besonders aufmerksam sollten jedoch sein:

Mögliche Symptome sind:

• Müdigkeit und Erschöpfung
• Reizbarkeit
• Konzentrationsstörungen
• Entzündungen der Haut und Mundschleimhaut
• Geschwächtes Immunsystem
• Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
• Blutarmut (Anämie)


Wer sollte besonders auf eine ausreichende Versorgung achten?

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 ist für alle Menschen wichtig. Besonders aufmerksam sollten jedoch sein:

• Schwangere und Stillende
• Ältere Menschen
• Menschen mit einer sehr einseitigen Ernährung
• Personen mit chronischen Erkrankungen
• Menschen mit einer eingeschränkten Nährstoffaufnahme


Nahrungsergänzung – wann sinnvoll?

Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel ausreichend Vitamin B6. Eine Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein, wenn ein ärztlich festgestellter Mangel vorliegt oder eine eingeschränkte Nährstoffaufnahme beziehungsweise ein erhöhter Bedarf besteht. Nahrungsergänzungsmittel sollten gezielt und möglichst in Absprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft eingenommen werden.


Kann man Vitamin B6 überdosieren?

Eine Überdosierung durch Lebensmittel ist nicht bekannt. Werden jedoch über einen längeren Zeitraum hoch dosierte Vitamin-B6-Präparate eingenommen, können Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören insbesondere Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Nervenschäden an Händen und Füßen.

Nahrungsergänzungsmittel sollten daher nicht dauerhaft höher dosiert eingenommen werden als empfohlen.


Kurz zusammengefasst

Vitamin B6 (Pyridoxin) ist ein wasserlösliches Vitamin und unterstützt unter anderem den Eiweißstoffwechsel, das Nervensystem, das Immunsystem sowie die Bildung roter Blutkörperchen. Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte gehören zu den wichtigsten natürlichen Quellen. Eine ausgewogene Ernährung reicht in der Regel aus, um den täglichen Bedarf zu decken.

Merksatz:
Vitamin B6 unterstützt den Eiweißstoffwechsel sowie die normale Funktion von Nervensystem und Immunsystem und trägt zur Bildung roter Blutkörperchen bei.

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